Mit dem Minicamper nach Schottland, Teil 1 | Reisebericht

Anfahrt nach Calais, Zwischenstopp in Wales, Ankunft in Schottland. Donnerstag, 12.07. bis Samstag, 14.07.2018

 

Heute geht es endlich los, wir starten halb zehn Richtung Calais um da am Freitag früh mit der Fähre nach Dover überzusetzen.

Wasser und Vorräte sind aufgefüllt, Kari hat ihre Wurmkur bekommen und unsere Papiere sind auch vollständig.

Die Fahrt führt uns von Leipzig aus einmal quer durch Deutschland, danach über die Niederlande und Belgien nach Frankreich. Vergesst nicht euer Navi zu updaten 🙂

Wir kommen relativ zügig voran, nur in Belgien gibt es längere Staus, und nach 10 Stunden erreichen wir Calais.

Fährterminal in Calais

Unsere Fähre soll am nächsten Tag 08:40 nach Dover starten, also stellen wir uns für die Übernachtung direkt auf den Parkplatz vor dem Fährterminal. Es gibt zwar definitiv schönere Übernachtungsplätze, aber aus praktischen Gründen bietet sich das an, außerdem ist dieser Parkplatz kostenfrei und bietet sogar gutes Free WiFi.

Der Morgen vor der Überfahrt

Am nächsten Morgen passieren wir erfolgreich die Grenzkontrolle und den Check-in (dieses Mal werden sogar Karis Papiere und Chip genau kontrolliert), fahren mit dem Auto auf unsere Fähre und nach etwas verlängerter Überfahrt auf Grund von zu wenig „Parkplätzen“ im Zielhafen, kommen die Steilküsten von Dover in Sicht.

Jetzt gibt es kein Entrinnen mehr vor dem Linksverkehr auf der Insel – unser größtes Fragezeichen vor unserem Urlaub.
Berechtigterweise, wie wir feststellen, als wir zur Orientierung mal keinen Gegenverkehr haben oder ein Auto vor uns fährt. Man muss sich wirklich die ganze Zeit konzentrieren – vor allem in Kreisverkehren, beim Abbiegen oder Überholen. Also uns passiert es mehr als einmal, dass uns plötzlich ein Auto auf unserer Spur entgegen kommt…

Strecke Dover-Wales, ca. 270 mi

Unser Weg soll uns zuerst nach Wales führen. Über die Autobahn geht es Richtung Südwesten, danach fahren wir über wunderschöne Landstraßen zu unserem Stellplatz für die Nacht: ein Parkplatz am Fuße des Hay Bluff mit einer traumhaften Aussicht ins Tal.

Car Park Hay Bluff
Auch Kari genießt die Aussicht
Unsere Nachbarn

Den Platz teilen wir uns mit zwei anderen Campern, unzähligen Schafen und freilaufenden Pferden. Ein Pferd ist besonders mutig und kommt direkt zu uns, als wir anfangen Möhren zu essen. Rene gibt ihm ein Stück ab und prompt haben wir einen neuen Freund. Das ist mir dann nicht mehr geheuer, Pferde aus der Nähe jagen mir Angst ein. Zum Glück sind wir dann doch irgendwann uninteressant.

Flucht vor dem RonyPony

Vor dem Abendessen besteigen wir noch den Hay Bluff und werden mit einer unglaublichen Weitsicht belohnt.

Aussicht vom Hay Bluff

Der nächste Morgen: ein wunderbarer Sonnenaufgang und ein Rene, der sich auf der Schafwiese lang macht, weil ihm ein Schuh wegrutscht – was will man mehr!

Weiter geht die Fahrt an diesem Tag Richtung Norden.

Schottland erwartet uns mit vielen Hügeln, die komplett mit Gras bzw. Moos bedeckt sind und von Schafherden bevölkert werden. Am Nachmittag lassen wir Glasgow hinter uns und tauchen in unseren ersten  Nationalpark ein, der Loch Lomond & The Trossachs National Park.

Wir sehen große Seen und hohe Berge, viel Grün und wieder Schafe.

Wir beschließen unsere Rundtour im Süden zu beginnen und landen schließlich in der Nähe von Kames mit Blick auf den Kyles of Bute.

Strecke von Wales nach Schottland

Stellplatz am Kyle of Bute

Wir haben beide nach den letzten sehr warmen Tagen das dringende Bedürfnis uns zu waschen und das Wasser direkt vor unserer „Haustür“ sieht sehr verlockend aus, auch wenn die Wassertemperatur nicht sehr einladend ist (12 Grad). Rene ist dann der erste Mutige und ich folge dann nach dem Abendbrot – wirklich sehr erfrischend.

Wenn Ihr wissen möchtet, wie unsere Reise weitergeht, dann erfahrt Ihr mehr im zweiten Teil. Vielen Dank fürs Lesen und bis zum nächsten Mal!

12 Antworten auf „Mit dem Minicamper nach Schottland, Teil 1 | Reisebericht“

  1. Hallo ihr drei

    Wir verfolgen Eure Reiseberichte mit Spannung, danke lasst Ihr uns daran teilhaben. Sind gerade selber mit dem Combo 3 Wochen in Griechenland ( Peloponnes ) unterwegs und schreiben täglich kurze Berichte für die lieben Nichtreisendem Zuhause. Habt eine tolle Zeit!
    Liebe Grüsse Jan & Rahel

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